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Fast ein Jahr ist rum seit ich das Blog das letzte mal benutzt habe. Seitdem hab ich ein Haus gebaut, mich verliebt, meinen ersten Abschluß gemacht, mit dem Master Studium an der Freien Universität begonnen, mich gezwungenermaßen entliebt und meinen Filmkonsum ins unermeßliche gesteigert. Ansonsten? Die Welt scheint sich auch ohne mich weiter zu drehen. Zeit wieder ins Leben zurück zu finden. Langsam. Mit bedacht. Aber definitiv.

Praktikum. 2,5 Monate Praktikum liegen hinter mir. Das Ende? Endlich absehbar! Nicht das es nicht nett war. Es war spannend. Meistens Lehrreich. Ich mag meine Kollegen. Aber irgendwie reicht es auch. Genug täglicher Arbeitsablauf. Ich hab das Gefühl das wirkliche Leben zu verpaßen. Jeden Tag sechs Stunden arbeiten! Schon spätestens um neun aufgestanden sein. Niemals einfach liegen bleiben können. Noch 3 Wochen. Dann ist es geschafft.

Nicht das ich nicht wieder komme. Meine Bachelor-Arbeit will hier noch geschrieben werden und meine Werkstudentsaufgaben werden wohl auch nicht ewig auf sich warten lassen. Aber bald dann wieder zu Zeiten zu denen ich das will. So lange wie ich will. So oft ich will.

Irgendwie kann ich mir nicht vorstellen später mal täglich 8 h im Büro zu sitzen. Jeden Tag der gleiche Ablauf. Und das über 40 Jahre. Ob meine Eltern ähnlich gedacht haben als sie noch vor dem Einstieg ins Berufsleben standen? Ob ich mich in vielen Jahren, in meinem Büro sitzend, daran erinnern werde was ich heute gedacht habe? Vor mir meinen Zettel mit der Gratulation zum 25. jährigen Dienstjubiläum?

Aber gerade scheint mir das noch weit weg zu sein. Jetzt schau ich erstmal aus dem Fenster. Erfreue mich an dem perfekten WinterWunderWeltWetter und warte das die Zet vergeht. Denn dem Luxus kann ich mich als Student getrost hingeben.

So, nun ist es geschehen. Es hat mich aus meinem schönen Mitte nach Neukölln verschlagen. Wieso? Persönlich Differenzen mit meinem ehemaligen Mitbewohner. Und nun? Einzimmerwohnung. Mitten drin. Gefühl? In Istanbul zu sein, ohne hinfahren zu müssen. Vieles erinnert mich an meinen Istanbul-Urlaub im letzten Jahr. Die alten Männer, welche den ganzen Tag im Café sitzen und BackGammon spielen, die Herrenfriseure (VoKuHiLa scheint übrigens wieder modern zu sein), die Gerüche, das Essen, die Sprache. Spannend. Und ich mittendrin. Und Alleine wohnen? Gar nicht so schlimm! Noch gefällt es mir sehr gut. Nie wieder die Tür zumachen müssen. Nie wieder auf einen Mitbewohner achten müssen. Nie wieder die Musik leise drehen. Und vor allem nie wieder aufräumen wenn ich keine Lust hab.

Also Neukölln ick bin da!