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Das ich seit einiger Zeit bekennender Sneak-Geher bin ist ja seit langem kein Geheimnis. Eigentlich mache ich das schon seit ich in Neukölln wohne und das Passage-Kino direkt ums Eck liegt. Zwischendurch flachte es dem schlagartigen Umzug einiger Freund geschuldet etwas ab, aber mittlerweile hat sich eine gute Sneak-Gruppe zusammengefunden. Immer wieder Dienstags um 23.00 Uhr ist es so weit. In der letzten Woche hat dann der Neuköllner vorbei geschaut (übrigens ein sehr lesenswerter Neukölln-Blog!) und uns zu unserem Sneak-Verhalten befragt.

Neukölln: Samstag mit dem Rad Ecke Fuldastraße/Sonnenallee. Plötzlich wildestes geschimpfe. Eine Frau hat einen Fußgänger angefahren, bleibt mitten auf der Straße stehen und beginnt zu keifen. Wir haben aber gesehen das er grün, sie rot hatte. Als wir sie auf diesen Umstand hinweisen reagiert sie überhaupt nicht. Der Fußgänger humpelt von der Straße. Wir fragen ob alles in Ordnung ist, wir vielleicht sogar die Polizei rufen sollen. Die Beschimpfungen der Frau stetig im Hintergrund. Offensichtlich hielt sie es nicht für nötig die Straße frei zu geben, es aber ebenfalls nicht nötig nachzufragen wie es dem Fußgänger geht. Der Fußgänger, stark humpelnd, sagt das wir nicht die Polizei holen bräuchten. Er iO wäre. Schließlich würde es sich bei der Autofahrerin auch um seine Mutter handeln. WTF? Seine Mutter? Welch liebevolles Verhältniss!

Mein Erker bietet mir immer einen wunderbaren Ausblick auf die Ungewöhnlichkeiten Neuköllns: Gerade marschierte hier eine Gruppe von ca. 10 Männern vorbei. Uniform gekleidet: rote Mütze, schwarze Hose und knallrot glänzende Jacke. Wofür sind die denn da? Geschenkezeit ist ja doch schon etwas vorbei …

Gestern abend besuchte mich vor der Sneak Preview ein Freund aus dem Prenzlauer Berg. Da ich selber noch nicht allzuviel hier unterwegs war dachten wir schauen wir einmal die Weserstraße (schließlich wurde sie in der TAZ als neue Simon-Dach des Westens angespriesen …) hoch und suchen uns eine urige Kneipe. Gleich auf der Ecke das Ä ließen wir links liegen, da ja doch recht bekannt und des öfteren durch mich besucht. Weiter die Straße rein wurde es erst dunkler, vorbei an den riesigen Skulpturen  vor der Rütli-Schule entdeckten wir einige kleine, gemütlich ausschauende Kneipen. Viele junge Leute rauchend vor der Tür, nette Musik.

Gestrandet sind wir dann in einer Pizzaria Nasenstraße Ecke Weserstraße. Pizzastücken zum mitnehmen oder dort essen für 2 €. Bezahlbar. Gut schmeckend. Neben mir saß dann am linken Tisch eine ehemalige Arbeitskollegin, rechts von mir ein Mitstudent. Dazu Live-Musik. Klang sehr angenehm nach Proberaum im öffentlichen Raum. Chansons,  Oboe und Gitarre. Vor Ort getextet. Wunderbar!

Fazit: nette Menschen getroffen, wunderbar unterhalten, gut gegessen. War sicherlich nicht das letzte mal in der Weserstraße.

Deine Mudder ist so hässlich das meine davon schwanger wird.

Heute gehört. Neukölln. Drei Jungs. Geschätzt in der ersten Klasse.

Waren wir auch so? Damals?

Notiz an mich: Bilder bestaunen wenn ich das nächste mal zuhause bin von als ich klein war.