Kopenhagen ohne Sahneeis fühlt sich irgendwie falsch an. Doofer Winter.

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Heute hab ich ein ziemlich leckeres Curry gekocht. In meiner Gemüsekiste waren nämlich letzte Woche Schwarzwurzeln. Und weil ich alles mit Kokosmilch mag ist also folgendes bei raus gekommen:

4 Stangen Schwarzwurzel
2 Stangen Lauch
Kokosmilch
Curry
Weißwein
etwas Zucker
Salz, Pfeffer, Öl

1. Lauch schälen und in schmale Scheiben schneiden. Schwarzwurzeln schälen. Ha! Direkt erhöhter Schwierigkeitsgrad. Ich hab gelesen das das eigentlich eine ziemlich klebrige Angelegenheit ist. Handschuhe werden empfohlen. Und noch viel einfacher: unter laufendem Wasserhahn schählen. Die dann ebenfalls in kleine Scheiben schneiden.

2. Öl erhitzen, Lauch und Schwarzwurzeln anschwitzen, Curry und Zucker dazu geben. Mit Kokosmilch ablöschen und köcheln lassen bis die Schwarzwurzeln durch sind.

3. Zwischendrin ein Schuß Weißwein dazu. Alles mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Fertig ist es. Dazu hab ich Basmatireis gegessen. Nicht vergessen der braucht ca. eine Stunde in der Zubereitung. Also früh damit beginnen : )

Da sich im Kühlschrank auch noch Feta befand hab ich den also auch rangeschnitten.

Ich war nachts in Freiburg in den Zug gestiegen und kam im hellen in Berlin an.
Den Bahnof hatte ich mir größer vorgestellt.
Mehr Gleise, mehr Menschen auf den Bahnsteigen, mehr Hautfarben.
Erst als ich auf den Vorplatz trat stellte sich ein Gefühl von Großstadt ein.
Anders, als im mittelalterlich geprägten Freiburg gab es – jedenfalls beim ersten hinsehen – nichts schönes.
Keinen Punkt auf dem sich das Auge hätte ausruhen können.
Der erste Eindruck den die Stadt einem Süddeutschen wie mir mitteilte war die Abwesenheit des Schönheitssinns.
Peter Schneider

Mein Erker bietet mir immer einen wunderbaren Ausblick auf die Ungewöhnlichkeiten Neuköllns: Gerade marschierte hier eine Gruppe von ca. 10 Männern vorbei. Uniform gekleidet: rote Mütze, schwarze Hose und knallrot glänzende Jacke. Wofür sind die denn da? Geschenkezeit ist ja doch schon etwas vorbei …

Fast ein Jahr ist rum seit ich das Blog das letzte mal benutzt habe. Seitdem hab ich ein Haus gebaut, mich verliebt, meinen ersten Abschluß gemacht, mit dem Master Studium an der Freien Universität begonnen, mich gezwungenermaßen entliebt und meinen Filmkonsum ins unermeßliche gesteigert. Ansonsten? Die Welt scheint sich auch ohne mich weiter zu drehen. Zeit wieder ins Leben zurück zu finden. Langsam. Mit bedacht. Aber definitiv.

So, neue Heimat, neue Lebensgewohnheiten. Der Gedanke: vielleicht ist das mit dem Kochen lernen gar keine so schlechte Idee. Der Anfang: was einfaches. Das Ergebniss: erstaunlich essbar.

Die Zutaten:

500 g Rinderhack
1 Zwiebel
1 Ei
1 TL Salz
1/4 TL Pfeffer
1 EL getrocknete Petersilie
2 TL Senf
1 EL Paniermehl
2 l Gemüseboilion
1/2 TL Salz
1 EL Butter
1 EL Mehl
1/2 Becher Schmand
1 Glas Kapern
Kartoffeln

Kartoffeln schälen, aufsetzen und vor sich hinköcheln lassen
Zwiebel fein häckseln und mit Hack vermengen. Dann Ei, Salz, Pfeffer, Petersielie, Senf und Paniermehl dazu geben und alles ordentlich vermischen bis eine nette Masse entsteht.
Aus der Masse kleine Kügelchen formen.
Dann den Liter Gemüseboilion ansetzen. Einmal aufkochen lassen.
Danach können die Kügelchen in das GemüseboillionWasser gesetzt werden. Bei leichtem blubbern kochen lassen bis die Kügelchen aufgestiegen sind und an der Oberfläche schwimmen. Dann noch 5 Minuten köcheln lassen.
Danach sollten die Kügelchen rausgefischt werden um die Soße anzusetzen.
Butter zerfließen lassen bis sie braun ist. Das Mehl kann dann dazu gegeben werden. Obacht! Gut umrühren. 3/4 der Boilion dazu giessen und alles mit einem Schneebesen verrühren bis eine cremige Maße entsteht.
Am Ende können Schmand und Eigelb dazu gegeben werden. Falls gewünscht ist das jetzt auch die Stelle wo die Kapern dazu kommen. (Ich persönl. lasse die ja gerne weg ..)

Das wars! Guten Appetit!

P.s. Essen sollte für 3-4 Personen ausreichen.

P.p.s. Scheinbar bevorzuge ich gerade dann. Das muß sich wieder ändern!

Gestern abend besuchte mich vor der Sneak Preview ein Freund aus dem Prenzlauer Berg. Da ich selber noch nicht allzuviel hier unterwegs war dachten wir schauen wir einmal die Weserstraße (schließlich wurde sie in der TAZ als neue Simon-Dach des Westens angespriesen …) hoch und suchen uns eine urige Kneipe. Gleich auf der Ecke das Ä ließen wir links liegen, da ja doch recht bekannt und des öfteren durch mich besucht. Weiter die Straße rein wurde es erst dunkler, vorbei an den riesigen Skulpturen  vor der Rütli-Schule entdeckten wir einige kleine, gemütlich ausschauende Kneipen. Viele junge Leute rauchend vor der Tür, nette Musik.

Gestrandet sind wir dann in einer Pizzaria Nasenstraße Ecke Weserstraße. Pizzastücken zum mitnehmen oder dort essen für 2 €. Bezahlbar. Gut schmeckend. Neben mir saß dann am linken Tisch eine ehemalige Arbeitskollegin, rechts von mir ein Mitstudent. Dazu Live-Musik. Klang sehr angenehm nach Proberaum im öffentlichen Raum. Chansons,  Oboe und Gitarre. Vor Ort getextet. Wunderbar!

Fazit: nette Menschen getroffen, wunderbar unterhalten, gut gegessen. War sicherlich nicht das letzte mal in der Weserstraße.

Deine Mudder ist so hässlich das meine davon schwanger wird.

Heute gehört. Neukölln. Drei Jungs. Geschätzt in der ersten Klasse.

Waren wir auch so? Damals?

Notiz an mich: Bilder bestaunen wenn ich das nächste mal zuhause bin von als ich klein war.

So ein eigener Blog ist nicht nur gut um meine Gedanken der Welt – gewollt oder nicht sei dahingestellt – mitzuteilen, sondern vielmehr ist so ein Blog ein wunderbarer Notizzettel. Vorausgesetzt ich erinner mich unterwegs an meinen Benutzernamen/Passwort und es hat Internet. Aber ich verirre mich wohl auch nur seltenst in internetlose Gegenden.

Somit ist für den nächsten Videoabend eine DDR-AlltagsLeben-Reihe notiert:

Die Architekten / Damals in der DDR / Seine Hoheit, Genosse Prinz

Praktikum. 2,5 Monate Praktikum liegen hinter mir. Das Ende? Endlich absehbar! Nicht das es nicht nett war. Es war spannend. Meistens Lehrreich. Ich mag meine Kollegen. Aber irgendwie reicht es auch. Genug täglicher Arbeitsablauf. Ich hab das Gefühl das wirkliche Leben zu verpaßen. Jeden Tag sechs Stunden arbeiten! Schon spätestens um neun aufgestanden sein. Niemals einfach liegen bleiben können. Noch 3 Wochen. Dann ist es geschafft.

Nicht das ich nicht wieder komme. Meine Bachelor-Arbeit will hier noch geschrieben werden und meine Werkstudentsaufgaben werden wohl auch nicht ewig auf sich warten lassen. Aber bald dann wieder zu Zeiten zu denen ich das will. So lange wie ich will. So oft ich will.

Irgendwie kann ich mir nicht vorstellen später mal täglich 8 h im Büro zu sitzen. Jeden Tag der gleiche Ablauf. Und das über 40 Jahre. Ob meine Eltern ähnlich gedacht haben als sie noch vor dem Einstieg ins Berufsleben standen? Ob ich mich in vielen Jahren, in meinem Büro sitzend, daran erinnern werde was ich heute gedacht habe? Vor mir meinen Zettel mit der Gratulation zum 25. jährigen Dienstjubiläum?

Aber gerade scheint mir das noch weit weg zu sein. Jetzt schau ich erstmal aus dem Fenster. Erfreue mich an dem perfekten WinterWunderWeltWetter und warte das die Zet vergeht. Denn dem Luxus kann ich mich als Student getrost hingeben.